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01/2005

In Augsburg ist die Welt zu Hause

Der Augsburger Internetdienstleister fresh frames stellt
den bundesweit ersten interkulturellen Stadtplan ins Netz

Augsburg, 14. März 2005 – Wer an Augsburg denkt, denkt wohl fast zwangsläufig an die Fuggerei, die älteste Sozialsiedlung der Welt, die der Kaufmann Jakob Fugger 1511 für schuldlos in Not geratene Bürger der Stadt errichtete. Wahrscheinlich auch an Bertolt Brecht, einen anderen berühmten Sohn der Stadt, und seine Dreigroschenoper. Dagegen ist selbst den Bürgern der drittgrößten Stadt Bayerns vielfach nicht bewusst, dass sich in Augsburg mittlerweile so viele unterschiedliche Kulturen versammelt haben, dass der Ausländeranteil annähernd doppelt so hoch ist wie im Bundesdurchschnitt: Der Anteil der Bürger mit ausländischem Pass liegt in der bayerisch-schwäbischen Metropole bei 16,5 Prozent. Rund 45.000 ausländische Mitbürger aus mehr als 140 Ländern haben in Augsburg ihre zweite Heimat gefunden. Und doch wissen nur wenige Augsburger, dass ihre Stadt einen buddhistischen Tempel und ein Pfarramt nur für Portugiesen hat. Für Abhilfe soll nun der bundesweit erste virtuelle „Interkulturelle Stadtplan“ sorgen, der von dem Augsburger Internetdienstleister fresh frames (www.freshframes.com) konzipiert und realisiert wurde.

Unter der Internetdomäne www.interkultureller-stadtplan.de finden interessierte Bürger ab sofort umfangreiche Informationen über spezielle Einrichtungen und Bildungsangebote für die verschiedenen ethnischen und religiösen Gruppen, aber auch über Begegnungsstätten und interkulturelle Institutionen. Bereits vor zwei Jahren hat der Stadtjugendring Augsburg diese Initiative gestartet und in Zusammenarbeit mit der Stadt Augsburg, der Universität Augsburg und dem Tourismusverband regio Augsburg eine Printversion des umfangreichen Nachschlagewerks veröffentlicht. Die jetzt ins Netz gestellte Internetseite löst diese Dokumentation ab. Inhaltlich und gestalterisch orientiert sich der Internetauftritt aber an seinem gedruckten Vorgänger. Noch einmal wurden alle Adressen überprüft, die Inhalte erweitert und ergänzt. Neu hinzugekommen ist die umfangreiche Bildergalerie, die einen visuellen Eindruck von den aufgelisteten Einträgen vermittelt. Über die Navigation können einzelne Stadtteile oder Kategorien ausgewählt werden. Wird der gesuchte Ort gefunden, kann dieser per Mausklick im amtlichen Stadtplan der Stadt Augsburg, der über die Internetseite verlinkt ist, angezeigt werden.

„Für uns war es eine interessante und schöne Aufgabe, den Internetauftritt des interkulturellen Stadtplans zu realisieren und damit unseren Beitrag zu diesem kulturellen Projekt zu leisten“ sagt Elmar Rothenfußer, Geschäftsführer der fresh frames GmbH & Co. KG. „Als Augsburger Unternehmen fühlen wir uns dem kulturellen Leben der Stadt verpflichtet. Dies wollten wir mit unserem Engagement unterstreichen“, so Rothenfußer weiter. Der Internetdienstleister verzichtete bei der Umsetzung des Projekts auf einen Großteil seines Honorars.

Der ethnischen Vielfalt Rechnung tragen und die multiethnische Bevölkerung in Augsburg auf anschauliche Art und Weise sichtbar und erlebbar zu machen – das ist der Anspruch des „Interkulturellen Stadtplans“. Mehr als 300 Orte, die Anziehungs- und Treffpunkte für Angehörige eines bestimmten Kulturkreises oder auch einer Sprachgruppe sind, sowie interkulturelle Begegnungsstätten haben Studierende der Philosophisch-Historischen Fakultät der Universität Augsburg in monatelanger Recherchearbeit zusammengetragen. Das Spektrum der Einträge reicht von religiösen Stätten und Kulturvereinen über Feinkosthandlungen und Restaurants bis hin zu speziellen Dienstleistungs- und Bildungsangeboten.

All diese Einträge lassen sich nunmehr online recherchieren. Der übersichtliche Seitenaufbau und die leicht verständliche Benutzerführung sorgen dafür, dass auch Besucher ohne große Interneterfahrung das Onlineangebot problemlos nutzen können. In der Gestaltung zeigt sich die Internetseite zurückhaltend. Abgestimmt auf die Wappenfarbe der Stadt Augsburg und die Gestaltung der Printversion des „Interkulturellen Stadtplans“ ist die Webseite in Grün- und Blautönen gehalten. Im Vordergrund stehen eindeutig Information und Funktionalität. Damit hebt sich der Internetauftritt wohltuend von anderen Stadtplanprojekten im Netz ab. Die Vorteile der Online-Version gegenüber dem gedruckten Vorgänger liegen auf der Hand: höhere Aktualität, geringere Kosten und eine praktisch unbegrenzte Verbreitung.

Die Pflege der Inhalte gestaltet sich kinderleicht. Das von fresh frames entwickelte Content-Management-System „freshCMS2“ ermöglicht eine rasche Aktualisierung der dynamischen Bereiche der Webseite, und zwar ohne jede Programmierkenntnisse. Im Vergleich zur Vorgängerversion „freshCMS1“ ist das neue Content-Management-System noch komfortabler. Verbessert wurde zudem die Verwaltung der Nutzer. Mit dem „freshCMS2“ bietet der Augsburger Internetdienstleister eine leistungsfähige Einstiegslösung, die vor allem für mittelständische Betriebe interessant ist. In der für den Stadtjugendring Augsburg realisierten Form eignet sich die Lösung insbesondere auch für die Umsetzung eines interaktiven Restaurant-, Hotel- oder Branchenführers.

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